| 1957 | Nachdem sich die Musikkapelle Hafnerbach kurz vor der Auflösung befindet, formiert Franz Tacho sen. In seiner Wohnsitzgemeinde Prinzersdorf eine neue Kapelle. Den Stamm bilden Musiker aus Hafnerbach, dazu kommen Neuzugänge aus Prinzersdorf, Markersdorf, Ober-Grafendorf, St. Pölten und Kirchberg/Pielach. 17 Musiker sind als Gründungsmitglieder überliefert. |
| 1958 | Unter dem Namen Trachtenkapelle Prinzersdorf - Hafnerbach wird der Verein beim Bund der NÖ Blasmusikkapellen angemeldet. Kapellmeister ist Franz Tacho, 36, Obmann Hans Walzl, 44, aus Uttendorf. Die 17 Musiker sind mit Uniform und Tracht eingekleidet, wobei die Tracht von einer ehemaligen Musikergruppe der Trachten- und Volkstanzgruppe Kirchberg stammt und vom Trachtenverein "Pielachtal" geliehen ist. Aus dieser Verbindung ergibt sich auch der Beiname „Pielachtaler Buam“, der in geschlechtsneutraler Schreibweise „Die Pielachtaler“ noch heute besteht. Die Tracht besteht aus einer langen schwarzen Teufelskanthose, einem schwarzen ärmellosen Gilet, weißem Trachtenhemd und großrandigem schwarzen Andreas-Hofer-Hut. Damit sind die Musiker zu dieser Zeit die einzige Trachtenkapelle im Bezirk St. Pölten. |
| 1962 | Wegen der
steigenden Anzahl von Musikern beschließt man,
eine neue Tracht anzuschaffen. Aus mehreren Vorschlägen des
Heimatverbandes
wird das auch noch heute verwendete Trachtenmodell ausgewählt. Bei den
Farben
nimmt man Anleihe beim nahen Dunkelsteinerwald, grün, braun und weinrot
dominieren. Die Tracht wird mit finanzieller Unterstützung durch die
Gemeinde
Prinzersdorf unter Bürgermeister Karl Fuchs und das Land NÖ unter
Landeshauptmann
Leopold Figl angeschafft. Etwa zeitgleich erfolgt auch die Umstimmung von der hoher Stimmung (C) auf die europaweit einheitliche Normalstimmung (B), welche durch die erforderliche Neuanschaffung von Instrumenten ebenfalls mit hohem finanziellem Aufwand verbunden ist. |
| 1965 | Zu den schon bisher betreuten Gemeinden Prinzersdorf, Markersdorf und Hafnerbach, kommen 1965 verstärkt kirchliche Anlässe hinzu. Es folgt eine steigende musikalische Tätigkeit. Auch in der Stadt St. Pölten ist die Trachtenkapelle ein gern gesehener Gast und wird immer wieder zu musikalischen Auftritten bestellt. Gezielte Probenarbeit ermöglicht die regelmäßige Teilnahme bei Bezirkswettbewerben. Proberaum ist - nach längerem Suchen - ein vom Verschönerungsverein Prinzersdorf zur Verfügung gestellter Sitzungsraum. Die Anzahl der aktiven Musiker beträgt bis zu den Siebzigerjahren 19. Um den Auftritten gerecht zu werden, müssen immer wieder Leihmusiker eingesetzt werden, erst der Nachwuchs aus eigenen Reihen verbessert die Situation. |
| 1967 | Veranstaltung des Bezirksmusiktreffens in Prinzersdorf anlässlich des 10-jährigen Vereinsjubiläums. |
| 1970 | Beginn zweier traditioneller Veranstaltungen: Nach der ersten musikalischen Gestaltung des Kleinen Stadtballs in der Jahnturnhalle in St. Pölten erfolgt auch die erstmalige Teilnahme am Maiaufmarsch in Wien. |
| 1971 | Der bisherige Obmann Hans Walzl scheidet nach 14 Jahren aus der Kapelle aus, er bildet künftig Jungmusiker aus und gründet die Jugendkapelle Gerersdorf. Sein Nachfolger wird DI Ernst Gratz, 32 (geb. in Hafnerbach, wohnhaft in St. Pölten) |
| 1972 | Neugründung des Vereins nach den Statuten des NÖ-Blasmusikverbandes. Der offizielle Vereinsname lautet nun Trachtenkapelle Prinzersdorf 'Pielachtaler Buam' |
| 1975 | Kapellmeister Franz Tacho scheidet nach 17jähriger Tätigkeit aus dem Verein aus. Ihm folgt Ludwig Stainer, 31, aus Obergrafendorf. Den 3-teiligen Kapellmeisterkurs holt er von 1977-79 nach. Der Verein hat zu diesem Zeitpunkt 24 aktive – und nach wie vor ausschließlich männliche – Musiker. |
| 1976 | Ein neuer, 100m² großer Proberaum wird bezogen. Es ist dies eine zugebaute Veranstaltungshalle des Verschönerungsvereins Prinzersdorf (Obmann Leopold Bauer sen.). Der Bau wird teilweise in Eigenregie durch die Musiker ausgeführt. Für den Musikverein ist damit eine wirkliche Heimstätte geschaffen, die auf Grund der nun ständig steigenden Musikerzahl auch dringend benötigt wird. |
| 1979 | Obmann Dr. Ernst Gratz scheidet aus dem Verein aus, sein Nachfolger wird der Hauptschullehrer Johann Hörhan jun., 26, aus Poppendorf. |
| 1983 | Nicht zuletzt durch die Gründung einer Musikschule in der HS Prinzersdorf unter Leitung des damaligen Hauptschullehrers und späteren Direktors Gustav Urbanitsch erreichte der Musikverein 1983 einen vorläufigen Höchststand von 31 Musikern und bereits 8 Musikerinnen. |
| 1984 | In Folge der starken musikalischen Aktivitäten in Markersdorf, und nicht zuletzt wegen der finanziellen Unterstützung der Gemeinde wird der Ort in den Vereinsnamen aufgenommen. Somit lautet die Bezeichnung nun Musikverein Prinzersdorf - Markersdorf 'Pielachtaler Buam' |
1985 | Beginn einer regelmäßigen Konzertserie. Nach dem ersten Konzert 1985 im Gasthaus Wegl folgt 1986 das erste Konzert im neuen Turnsaal der Volksschule Markersdorf. 1987 gibt es noch ein Konzert in der Hauptschule Prinzersdorf, ab 1988 ist aber Markersdorf der Veranstaltungsort. |
| 1993 | Erstmals treten die Pielachtaler außerhalb der Landesgrenzen auf. In Letenye, der ungarischen Partnergemeinde von Prinzersdorf, findet ein internationales Musiktreffen mit Teilnehmern aus 5 Nationen statt. Dort nehmen auch die Pielachtaler teil und erreichen sogar die höchste Bewertung aller Musikgruppen. Im Jahr darauf folgt dann ein Gegenbesuch der Musiker aus Letenye in Prinzersdorf. |
| 1996 | Eine Tradition geht zu Ende: Nach 26 aufeinander folgenden Jahren erfolgt die letzte Teilnahme am Maiaufmarsch in Wien. |
| 1997 | Verleihung des Silbernen Leistungsabzeichens an den Kapellmeister Ludwig Stainer durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll für das sechsmalige aufeinander folgende Erreichen eines ausgezeichneten Erfolgs bei der Konzertwertung des NÖ Blasmusikverbands. |
| 2000 | Da bereits ein
Viertel der MusikerInnen weiblich sind, nimmt
man dies zum Anlass, die „Buam“ aus dem Vereinsnamen zu streichen. Der
neue
offizielle Vereinsname lautet Musikverein
Prinzersdorf - Markersdorf 'DIE
PIELACHTALER' Durch Vermittlung von Erich Schuhmeier findet erstmals ein Frühjahrskonzert im Festsaal der Marktgemeinde Obergrafendorf statt, das bis 2006 zu einem Fixpunkt im Kalender wird. |
| 2001 | Nach 24 Jahren
an der Spitze des Vereins zieht sich Johann
Hörhan aus dem Vereinsvorstand zurück. Neuer Obmann wird Alois
Tscherny,
37, aus Mitterau. Auf Initiative von Eva und Elisabeth Brosenbauer erfolgt die Neueinkleidung der Musikerinnen mit Dirndln. Nach Vorschlägen der Trachtenexpertin Dr. Gexi Tostmann wird ein Modell einer Festtracht aus dem Pielachtal nach einem Votivbild aus dem Jahr 1785 ausgewählt. Es besteht aus einem einfärbig roten Schnürmieder-Oberteil, einem dunkelgrünen Kittel und einer dazu farblich abgestimmten Schürze. Die Pielachtaler gehen online: Unter www.pielachtaler.at entsteht der Internetauftritt des Musikvereins. Layout und Inhalt steuert Peter Haslinger bei, das Webhosting übernimmt Ewald Grünbichler. |
| 2003 | Ludwig Stainer,
der zu diesem Zeitpunkt der mit Abstand
längstdienende Kapellmeister des Bezirks ist, übergibt nach 28 Jahren
die musikalische
Leitung an Reinhard König, 41 aus Obergrafendorf.
Die offizielle Übergabe
erfolgt beim Konzert in Markersdorf, nach dem Reinhard König im
Frühjahr die
Ausbildung zum Kapellmeister erfolgreich abgeschlossen hat. Das Probenlokal wird in Eigenregie durch Musiker des Vereins renoviert. Es erfolgen akustische Verbesserungen, ein neuer Boden wird verlegt und die Fenster werden ausgetauscht. Die Arbeit liegt größtenteils in den Händen von Anton König und Ludwig Stainer, die dafür auch vom NÖ Blasmusikverband ausgezeichnet werden. |
| 2004 | Reinhard König gründet ein Nachwuchsorchester, die Pielachtaler Junior Band mit anfangs 12 JungmusikerInnen. Bereits beim Konzert im Dezember treten die Juniors auf und bringen 2 Stücke zum Besten. |
| 2006 |
Anlässlich des
bevorstehenden 50-Jahr-Jubiläums finanziert
die Gemeinde Prinzersdorf neue Stühle für den Proberaum, dessen
Generalsanierung nun abgeschlossen ist. |
| 2007 |
Der Verein feiert mit dem Bezirksmusikfest in Markersdorf sein 50-jähriges Bestehen und gibt zu diesem Anlass auch eine Festschrift heraus, die von Peter Haslinger gestaltet wird. Im Dezember findet erstmals ein Doppelkonzert statt, bei dem ein neuer Höchststand von 52 MusikerInnen (inkl. Kapellmeister) erreicht wird. Dies ist vor allem der Jugendarbeit der vergangenen Jahre in der Pielachtaler Junior Band zu verdanken. Da die Jungmusiker praktisch geschlossen zur Blaskapelle wechselten und von der Musikschule keine weiteren Schüler nachkommen, wird die Junior Band in diesem Jahr aufgelassen. |
| 2008 | Nach 5 Jahren an der Spitze tritt Reinhard König mit Jahresende 2007 als Kapellmeister zurück. Ihm folgt der Musiklehrer Martin Höfler, 49, aus Markersdorf. |
| 2009 |
Nach 2 Perioden zieht sich Alois Tscherny als Obmann zurück. Ihm folgt
Robert Mitterauer, 51 aus Markersdorf.
Bei der Generalversammlung wird der Vorstand auf 15 Personen erweitert. Im März findet nach langer Unterbrechung wieder ein Konzert in Prinzersdorf statt, im neu errichteten Festsaal der Hauptschule. |
| 2010 | Auf Initiative von Peter Groissenberger und Reinhard König werden die Lodenhosen durch Lederhosen ersetzt. Die Anschaffung wird großzügig von den Gemeinden Markerdorf und Prinzersdorf unterstützt. Gleichzeitig werden auch die Jungmusikerinnen mit Dirndln ausgestattet, die auf Vermittlung von Robert Mitterauer in Rahmen eines Schulprojekts gefertigt werden. |